„Ich spitzte natürlich die Ohren; der andere Herr zog eine Visitkarte hervor und sagte: ‚Ich bin Rechtsanwalt Dr. Hauser.‘“
„Aber mir sagte er doch, er hieße Koch und sei Schauspieler!“ rief Allan.
„Er hat den gnädigen Herrn irreführen wollen. ‚Mein Name ist Rechtsanwalt Dr. Hauser,‘ sagte er zu mir. ‚Ich springe in Essen ab, um einen Detektiv zu holen und Mirzl zu arretieren. Komme ich nicht zurecht, so lassen Sie ihn um Gottes willen in Köln festnehmen! Auf dem dortigen Bahnhof sind immer Polizisten. Bedenken Sie, daß nur für seinen letzten Streich allein fünftausend Mark Belohnung ausgesetzt sind!‘ So sagte der gottverdammte Mensch, und in Essen sprang er ab. Er kam nicht wieder. Ich behielt den gnädigen Herrn im Auge, und in Köln ...“
„Das übrige weiß ich,“ sagte Allan.
„Ach, gnädiger Herr, ich bin ein armer Mann, verheiratet, Familienvater mit vier Kindern, wie sollte ich ahnen, daß dieser elende Mensch mich ins Verderben stürzen wollte. Nicht einmal sein Mittagessen hat er bezahlt, bevor er in Essen abgesprungen ist.“
„Ich bezahle es nicht. Aber ich unternehme auch nichts gegen Sie. Ich rate Ihnen nur, ein andermal mehr an das Service und weniger an die Gäste zu denken. Das ist eine gute Regel für einen Kellner, glaube ich.“
„O gnädiger Herr ...“
„Es ist schon gut. Kann ich gehen, Herr Polizeirichter?“
„Aber — aber natürlich. Und Sie — Sie gedenken die Sache nicht weiter zu verfolgen?“
„Diesmal nicht. Ich zog aus, um Abenteuer zu suchen, wenn ich sie auf den Hals bekomme, kann ich nicht klagen. Falls mein Gepäck noch auftauchen sollte — aber das kommt wohl nicht in Frage. Darauf wird Herr Mirzl wohl auch Beschlag gelegt haben.“