„Dann ist der Juwelier ein Hochstapler. Langtreys Frau kennt nur Hochstapler. Dann will er die Juwelen des Untiers stehlen.“

„Susan, sei doch vorsichtiger mit dem, was du über die Leute sagst. Ich habe dir doch schon erzählt, wer er ist. Glaubst du, der Direktor würde es wagen, eine zweifelhafte Persönlichkeit in die Nähe der Juwelen des Maharadschas zu lassen, was er doch offenbar jetzt zu tun gedenkt?“

Mrs. Bowlby antwortete nur mit einem verächtlichen Kopfschütteln. Sie fixierte den bordeauxnasigen Juwelier mit einem durchdringenden Blick, während er an der Seite des Direktors durch die Halle zum Aufzug ging. Ihre Nase drückte stumm, aber beredt die Auffassung aus, die sie sich von Herrn van Schleeten nach dem, was Allan von seinen Damenbekanntschaften erzählt, gebildet hatte. Der Direktor und der Holländer verschwanden im Aufzug, und Mrs. Bowlby schnellte aus ihrem Klubsessel empor wie aus einer chinesischen Schachtel.

„Zeit zu lunchen,“ dekretierte sie. „Leisten Sie uns Gesellschaft, Mr. Cray, und erzählen Sie uns, was Langtreys Frau mit dem Juwelier zu tun gehabt hat.“

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Der Tag brachte noch eine Sensation für Allan, und zwar kam sie von jemand, den er in der Gesellschaft der Familie Bowlby schon fast vergessen hätte, nämlich Herrn Benjamin Mirzl.

Die Sensation hatte wieder einmal die Form eines Briefes. Allan hatte eben eine Nachmittagszigarre im Rauchzimmer beendet, als einer der unzähligen dienstbaren Geister des Hotels hereinkam und nach einer kurzen Inspektion des Zimmers auf Allan lossteuerte.

„Ein Brief für Sie, Sir.“

Allan sah auf, ein wenig erstaunt. Wer schrieb ihm hier einen Brief?

„An mich?“