„Nein, aber — —“
„Kein Aber! Die Stiege hinauf in ihre Wohnung, und rasch, wenn wir verhindern wollen, was man geplant hat!“
Ohne sich auf weitere Erklärungen einzulassen, packte Allan den verblüfften Portier beim Arm und zog ihn die Treppe hinauf, zur Suite der Familie Bowlby im zweiten Stockwerk. Als sie den großen Treppenabsatz im ersten Stockwerk passierten, warf Allan einen Blick in den Korridor, wo die Zimmerflucht lag, die Bowlbys früher inne gehabt hatten und die nun vom Maharadscha bewohnt wurde. Er sah seine Annahme bestätigt: Fünf Mann von Yussuf Khans zehn Mann starker Leibgarde hielten vor den Türen seiner Wohnung Wache. Diesen Weg hatten also die Betreffenden nicht einschlagen können, und deshalb hatten sie eben — — er verdoppelte seine Schritte. Würde er noch zurecht kommen? war der einzige Gedanke, für den er Raum hatte. Den Portier hinter sich herschleppend, erreichte er die Türe zu Mr. Bowlbys Privatrauchzimmer — dem Zimmer, das infolge seiner Lage und aus anderen Gründen das sein mußte, das die Betreffenden für ihre Operationen gewählt hatten. Der dicke Teppich im Korridor dämpfte den Laut ihrer Schritte; und richtig, als sie die Türe erreicht hatten, und einen Augenblick davor stehen blieben, war drinnen eben jenes Geräusch zu hören, das Allan erwartet hatte, ein gedämpftes Scharren wie von einer Feile oder Säge ... Allan packte die Klinke.
Die Türe war verriegelt.
„Ich verdammter Esel,“ murmelte Allan heiser. „Portier, haben Sie Doppelschlüssel? Uebrigens was wollen wir mit Doppelschlüsseln? Ein Stemmeisen, und zwar rasch!“
„Ein Stemmeisen?“ Der Portier starrte Allan wie einen Wahnsinnigen an.
„Ich sage,“ flüsterte Allan atemlos, „hier wird ein Attentat begangen, das das Hotel für immer in Verruf bringen wird! Wissen Sie, was für ein Zimmer unmittelbar hier darunter liegt?“
Der Portier dachte eine Sekunde mit weit aufgerissenen Augen nach.
„Das Privatschlafzimmer des Maharadscha!“ murmelte er schließlich.
„Wo er alle seine Juwelen hat! Verstehen Sie jetzt? Begreifen Sie, daß dieser Herr, der vor zwei Stunden herkam, nicht ich war, sondern ein verkleideter Einbruchsdieb! Rasch, ein Stemmeisen, und lassen Sie ihn uns fangen, so lange es noch Zeit ist.“