„Und wäre wohl nie über die Grenze gekommen, wenn ich ihm nicht dazu verholfen hätte!“
Allan konnte es nicht unterlassen, diesen kleinen Trumpf auszuspielen. Die Detektivs hörten schweigend die Schilderung seines Abenteuers im Expreßzug an. Als er zu Ende gesprochen, sagte der Inspektor:
„Ich will Ihnen einen guten Rat geben: sprechen Sie drüben nicht von dieser Geschichte, ich bezweifle, daß Sie eine Medaille dafür kriegen werden.“
„Und welchen Dank ich von Mirzl selbst habe, haben Sie gesehen. Darf ich fragen: Da Sie nun wissen, daß Mirzl im Spiel gewesen ist, und so gründliche Untersuchungen angestellt haben, haben Sie doch wohl Hoffnung, ihn wenigstens diesmal zu fangen?“
„Offiziell, offiziell,“ nickte der Detektivinspektor, „haben wir überaus günstige Hoffnungen. Aber was uns für den Augenblick beinahe noch mehr am Herzen liegt, als Herrn Mirzls habhaft zu werden, ist, Se. Königliche Hoheit Yussuf Khan zu finden.“
Der Detektivinspektor verstummte und schlug mit gerunzelter Stirn sein Notizbuch ein Mal ums andere auf den Tisch. Allan fing einen gemurmelten Fluch auf, der sich den Weg aus seines Herzens Tiefen bahnte. Im selben Augenblicke wurde die Türe aufgerissen, und ein grimmiger alter Herr mit weißem Schnurrbart kam hereingestürzt. Allan erkannte in ihm den europäischen Mentor des Maharadscha, Oberst Morrel.
„Na!“ rief er. „Neuigkeiten? Spuren?“
Der Detektivinspektor schüttelte den Kopf.
„Wir hoffen, im Laufe des Tages ...“ begann er.
„Im Laufe des Tages, im Laufe der Woche, warum nicht gleich im Laufe des Jahres!“ brüllte der alte Oberst und stampfte auf den Boden, daß alles dröhnte. „Sie müssen, hören Sie, Sie müssen meinen schwarzen Ado — Seine Hoheit vor heute abend finden. Wir sind zum Empfang beim Minister für Indien gebeten, diesem Ziviltrott — hm, — für fünf Uhr. Tee, und der Himmel weiß was! Sie müssen ihn bis dahin hier haben, hören Sie, sonst schlage ich alles kurz und klein —“