Zu seiner Enttäuschung fand er, daß Mrs. Langtrey ausgegangen war, als er sich beim Portier nach ihr erkundigte. Er schrieb einige Zeilen, in denen er sie fragte, ob er sie nicht treffen könnte, bevor er am nächsten Tage seine Arbeit in der Wohnung des Maharadscha begann, und bat den Portier sie zu übergeben.
Dies war am 15. September. Dienstag, der 16., brachte für Herrn van Schleeten ungeahnte Ueberraschungen.
Schon aus dem Gesicht des Portiers konnte er, als er sich gegen zehn Uhr im Grand Hotel Hermitage einfand, sehen, daß nicht alles so war, wie es sein sollte. Er war kaum zur Türe herein, als der Portier den Direktor anklingelte und ihn bat, ins Kontor hinunterzukommen. Herr van Schleeten beugte sich diskret zum Portier vor.
„Ich habe Ihnen gestern ein Briefchen gegeben,“ sagte er mit einem bedeutungsvollen Blick und strich sich seinen gelbgrauen Schnurrbart.
Der Portier schien einen Augenblick nachzudenken.
„Ach ja!“ sagte er, „gewiß. An die Dame auf Nr. 320/21. Sie ist abgereist, ohne eine Antwort zu hinterlassen.“
„Sie ist abgereist!“
In seiner Verblüffung und Enttäuschung sprach Herr van Schleeten in gesperrten Lettern wie ein Schauspieler.
„Sie ist heute morgen abgereist,“ sagte der Portier, „so gegen halb acht. Kurz zuvor ist ein Expreß-Telegramm gekommen.“
„Aus Amerika,“ murmelte Herr van Schleeten, plötzlich überzeugt, daß der zudringliche Freier aufgetaucht war. Was würde nun aus dem Souper werden?