„Nein, aus Paddington,“ sagte der Portier. „Ich habe es zufällig auf dem Blankett gesehen. Hier kommt der Herr Direktor.“
Herr van Schleeten, der in diesem Augenblick den Direktor des großen Hotels durch die Halle herankommen sah, war von dem Schlage, den der Portier ihm ahnungslos versetzt hatte, so betäubt, daß er weder denken noch sprechen konnte. Es dauerte darum eine Weile, bis er merkte, daß der Direktor ebenso aufgeregt war wie er selbst.
Er blieb vor Herrn van Schleeten stehen und schien nach Worten zu suchen. Endlich fiel es Herrn van Schleeten auf, wie eigentümlich es doch war, daß man den Direktor überhaupt gerufen hatte. Er hatte ja gar nichts mit ihm zu tun. Er wollte eben fragen, was denn los sei, als der Direktor sich zu einem Entschluß aufzuraffen schien.
„Wollen Sie mit mir zum Herrn Oberst kommen, Herr van Schleeten,“ sagte er. „Sprechen Sie mit ihm selber; das wird das beste sein.“
„Ja, was gibt es denn?“ fragte Herr van Schleeten erstaunt.
„Sie müssen über das, was ich Ihnen sage, Diskretion bewahren, Herr van Schleeten, aber Sie müssen doch in die Sache eingeweiht werden. Der Maharadscha ist verschwunden, und in seiner Wohnung ist heute nacht ein Einbruch verübt worden.“
„Einbruch!“ stammelte Herr van Schleeten, für den Augenblick Mrs. Langtrey und alles andere vergessend, als die wunderbaren Juwelen. „Sind die Juwelen gestohlen?“
„Nein, glücklicherweise wurde der Diebstahl im letzten Moment von einem jungen Manne verhindert, der hier im Hotel wohnt. Aber der Maharadscha ist verschwunden, und Gott weiß, wann wir ihn wiedersehen.“
Herr van Schleeten brachte kein Wort der Erwiderung hervor. Was waren das für Mysterien? Sowohl Mrs. Langtrey wie der Maharadscha verschwunden! Waren sie zusammen durchgegangen? Hatte er sie entführt? Dann, bei allen Mächten der Unterwelt, wollte sich Herr van Schleeten mit den Juwelen nicht mehr abgeben, als mit dem Schmutz der Straße. „Wann ist er verschwunden?“ stammelte er.
„Gestern abend. Er wurde an irgendeinen infernalischen Ort gelockt und konnte nicht wieder gefunden werden. Aber um Gottes willen, seien Sie diskret!“