Herr van Schleeten atmete wieder.
Herrn van Schleetens Unterredung mit Oberst Morrel auf dessen Zimmer in der fürstlichen Suite war summarisch. Er fand den Oberst von einer Wand zur anderen rennend, wie ein frisch gefangener Tiger und kaum weniger blutdürstig anzusehen.
„Was zum Geier gibt es?“ war sein artiger Begrüßungsruf.
„Dies ist Herr van Schleeten, Herr Oberst,“ sagte der Direktor. „Der Juwelier, der —“
„Juwelier her, Juwelier hin! Wenn mein schwarzer Diamant beim Teu—“
Herr van Schleeten begann sich verletzt zu fühlen. Er hatte augenblicklich selbst seine Sorgen und fand sie groß genug, um nicht noch mit denen anderer belastet zu werden. Er machte einen Schritt auf die Türe zu.
„Ich werde meine Instrumente wieder holen lassen,“ sagte er mit eiskalter Stimme, „gestatten Sie mir, Ihnen zu sagen, Herr Oberst, daß ich nicht —“
„Gut! Gut! Zum Teufel hinein!“ rief der Oberst, aber hielt dann inne, von einem Gedanken gepackt. „Ja, richtig — es ist ja doch eine Möglichkeit, daß die Blindschleichen dort oben (offenbar Oberst Morrels Kosename für die Detektive) meinen schwarzen Ado — Sr. Hoheit finden ... Also arbeiten Sie nur nach Belieben, mein bester Herr van Schleeten, ganz nach Belieben. Dann erweisen Sie meinem schwar... Sr. Hoheit einen großen Dienst. Adieu!“
Der Oberst stürzte zur Türe hinaus und schlug sie mit einem Krach zu, der an einen Felssturz gemahnte. Der Direktor wendete sich mit einem entschuldigenden Lächeln Herrn van Schleeten zu.
„Der Oberst ist ein bißchen erregt,“ sagte er. „Nehmen Sie es nicht krumm, Herr van Schleeten, Sie wissen, ein alter Soldat ... er hat es momentan nicht sehr angenehm.“