„Gott, da können Sie ja auch in der Nacht dort sein!“
„Das kann ich,“ räumte Herr van Schleeten ein.
„Aber dann komme ich eben bei Nacht,“ rief sie entzückt, ganz glücklich über diese einfache Lösung eines schwierigen Problems.
Herr van Schleeten erbebte innerlich. Wie wäre es mit einem kleinen Souper, nur von der Glut der wunderbaren Juwelen beleuchtet?
„Sie müßten abends kommen, gegen zehn Uhr,“ sagte er, „und ich müßte den Obersten vorbereiten, daß ich jemand zu meiner Hilfe mitbringe. Um diese Zeit sind die meisten Hotelgäste zu Bett oder im Theater.“
Sie klatschte vor Entzücken in die Hände und drückte über den Tisch hinweg seine Hand.
„Gott, wie reizend! Das wird das Reizendste, was ich noch im Leben mitgemacht habe, und Ihnen habe ich es zu verdanken!“
„Aber,“ stammelte Herr van Schleeten wieder reuig und sich an diese letzte Chance festklammernd, „es steht eine schwarze Leibwache mit gezogenen Säbeln vor den Türen, und —“
„Das macht nichts,“ rief Mrs. Langtrey, „gar nichts, wenn ich weiß, daß ich mit einem wirklichen Freund bin!“
Das Souper schloß in scharmanter Stimmung von seiten Mrs. Langtreys. Aber die Hoffnung, die Herr van Schleeten an den Champagner geknüpft, erfüllte sich nicht; trotz dieses gelben und verräterischen Trankes mußte er Mrs. Langtrey an der Türe eines Autos Adieu sagen (sie war in ein kleines Familienhotel irgendwo gezogen, sagte sie). Ein Druck ihrer weichen festen Hand und ein Blick durch den Schleier, versprachen immerhin deliziöse Möglichkeiten für die Zukunft, und während Herr van Schleeten heimwärts ging, gelang es ihm bald, sich selbst zu überzeugen, daß er ein verfluchter Kerl war und daß alles gut gehen würde. Morgen abend, im Zimmer des Maharadscha ...