„Das ist das Geringste, und wir müssen leider sagen, das Günstigste. Erpressung von mir, des Hotels wegen, und vom Obersten Seiner Hoheit wegen. — Ach, wenn ich doch diese Menschen nie in das Hotel gelassen hätte!“

Der Direktor murmelte etwas, das Allan nicht hören konnte, aber das er ohne Zögern als einen energischen Fluch agnoszierte. Allan wollte noch einige Fragen stellen, aber plötzlich eilte der Direktor auf und davon, ohne auch nur guten Abend zu sagen.

Allan ließ sich auf einem Fauteuil in der Halle nieder, bestellte einen Whisky mit Soda und fing an, die letzten Nachrichten zu überdenken. Einiges davon war ihm noch unklar, infolge der abrupten Art des Direktors, die Konversation abzuschließen. Hatte die Polizei die Angelegenheiten dieses Klubs nicht gründlicher durchwühlt? Kannte Hardy die Herren Stanton und Müller als Klubmitglieder? In diesem Falle mußte er doch ihre Adresse wissen. Suchte die Polizei sie durch das Auto aufzuspüren?

Allan ging zu Bett, ohne den Direktor wiedergesehen oder eine Antwort auf diese Fragen gefunden zu haben. Bowlbys waren an diesem Abend eingeladen; in ihrer Suite wurde Wache gehalten, um einer Wiederholung von Herrn Mirzls Besuch vorzubeugen.

Der nächste Tag war ebenso arm an Ereignissen, als ein paar der vorangegangenen reich daran gewesen waren. Der Maharadscha war und blieb verschwunden, und kein Wort von Erpressung kam von seinen Entführern. Gegen sieben Uhr morgens sah Allan den Obersten wieder und fühlte eine Anwandlung von Mitleid mit dem alten Herrn, so verstört und nervös sah er aus. Kurz darauf, während er am Eingang des Speisesaales stand und mit Mr. Bowlby plauderte, kam der Direktor vorbei.

„Wenn die Schurken doch wenigstens schreiben und ihren Preis sagen wollten,“ rief er. „Der arme alte Morrel wird noch verrückt, wenn nicht bald Nachrichten eintreffen.“

Allan benutzte die Gelegenheit, seine Fragen zu stellen. Der Direktor zuckte die Achseln, und die Worte überkollerten sich förmlich in seinem Munde.

„Untersuchungen! Natürlich tut die Polizei was sie kann, aber man weiß ja, wieviel das ist! Dem Auto wird nachgespürt, Hardy und der Diener sind heute ein halbes Dutzend mal verhört worden, und man hat die Klubliste mit Argusaugen durchgesehen. Natürlich hatten Stanton und Müller, seit sie sich einschrieben, ihre Adressen ein dutzendmal gewechselt, und keine Menschenseele weiß, wo sie sich aufhalten. Der Mann, der sie in den Klub, der eigentümlicherweise verdammt heikel ist, eingeführt hat, war ein französischer Baron, de Citrac oder so irgendwie —“

„De Citrac!“ Allan zuckte zusammen. „Kennen Sie den Namen, Mr. Bowlby? Der Mann, der nach dem, was Mrs. Bowlby erzählt hat, in Amerika mit Mrs. Langtrey geflirtet hat! Seien Sie sicher, de Citrac ist kein anderer als Mirzl in höchsteigener Person!“

Der Direktor und Mrs. Bowlby starrten ihn an, und Mr. Bowlby ließ ein schrilles, reich moduliertes Expreßsignal als Ausdruck seiner Gedanken ertönen.