[69] Dieser Angabe wurde nicht weiter nachgeforscht, was sehr zu tadeln ist, höchst wahrscheinlich aber nicht unterblieben wäre, wenn Dasjenige Statt gefunden hätte, worauf in der nächstvorigen Anmerkung hingedeutet ist.

[70] Ein Beleg zu des Schulmeisters Behauptung, dass Joseph G. ein Schalksnarr sei.

[71] Warum nur aus den Akten? Der Geisteszustand liess sich doch noch sicherer durch Untersuchung der Person des Joseph G. erfahren, und dazu waren nicht nur Verhöre, sondern überhaupt Beobachtungen über, und Unterredungen mit dem Joseph G. nothwendig.

[72] Darüber konnte die Ansicht der Person des Joseph G. keinen Aufschluss geben, fing man aber eine Unterredung an, so war dies schon der Anfang der Untersuchung, wozu also dieser Eingang des Protokolles?

[73] Wie drückte er sich aus, worin bestanden die Gestikulationen? — Die Erklärung hierüber hätte zu Protokoll genommen werden sollen, denn ob die Ausdrücke und Gestikulationen einfältig sind oder nicht, gehört eben so gut vor das Forum des Richters, als vor jenes des Arztes.

[74] Die Kommissarien waren nicht klar darüber, wie sie die Sache angreifen sollen, und befanden sich daher in einiger Verlegenheit — dies ist der langen Rede kurzer Sinn. Es handelte sich nicht darum, den Joseph G. zu unterrichten, sondern ihn zum Reden zu bringen; dazu gab aber eine Frage nach seinen Glinkern oder nach seinem gesammelten Gelde zuverlässig ein besseres Exordium, als in allen sokratischen Unterrichtsmethoden zu finden sein kann.

[75] Die Kommissarien hatten sich über gar nichts zu verbreiten, sondern nur zu bewirken, dass Joseph G. sich über etwas verbreite.

[76] Diese gingen die Kommissarien nichts an. Höchstens konnten sie sich Einiges hierüber von Joseph G. erzählen lassen, um den Ausdruck, mit welchem er es that, zu beobachten.

[77] Diese Antwort wird so wenig Jemanden befremden, der bedenkt, dass Joseph G. in dem Augenblicke sein Todesurtheil zu hören vermuthet hatte, als er wirklich Mühe haben wird, das System der Kommissarien zu verstehen, die sich durch diesen deutlichen Wink über die im Inneren des Joseph G. herrschende Vorstellung nicht bestimmen liessen, ihm gleich die Frage zu stellen: „Warum glaubst du denn, dass man dich am Leben strafen wird?” und dann nach Massgabe der erfolgenden Antwort fortzufahren. — Mancher sehr vernünftige Mensch, der sein Todesurtheil zu hören fürchtet, oder die zweifelhafte Beruhigung erhält, dass es sich vor der Hand noch nicht um seinen Kopf handle, wird auf ähnliche seinem Interesse eben so fern stehende Dinge, wie der Gebrauch von Zunamen, nicht um ein Haar besser antworten.

[78] Vermuthlich hatte man das ihm aus der Schule bekannte Schlagwort getroffen, auf das er mit seinem Wort einzufallen gewohnt war.