Givo wandte sich zur Türe. Es raschelte wie damals ein seidiges Gewand. Er sah Arabella. Sie hatte beide Hände wie eine Blinde, die sich einen Weg tastet, vorgestreckt. Er lächelte, er kam ihr entgegen.
„Sie sind es, Sie sind hier,“ sagte sie wie in Verzückung. Er reichte ihr die Hand.
„Wir sind einander in der Sainte Chapelle begegnet,“ erklärte er lächelnd, doch ohne Erstaunen.
„Ach,“ sagte Frau von Twede. „So kennen Sie einander?“
„Ich heiße Givo,“ sagte er. „Und Sie?“
„Arabella.“ Sie fuhr sich über die Stirn, einen Schleier abzustreifen, der ihr die Wirklichkeit zu decken schien. Sie ging auf Angele zu. „Verzeihen Sie mir, aber eine Sorge rief mich fort. Verzeih auch du, Va! Daß ich Sie hier finde!?“
„So muß Jairis Töchterchen ausgesehen haben, als der Herr sie erweckte,“ sagte Frau von Twede lächelnd.
„Ist es Ihre Tochter, Herr Mannsthal?“ fragte Givo.
Angele nickte wortlos.
„Nun aber müssen wir gehen, Vögelchen,“ mahnte Mannsthal.