[307] Die Begründung, die Aristoteles hierfür gibt, sei übergangen. Er spricht von der Blütezeit und dem Alter der einzelnen Teile der Erdoberfläche.

[308] Aristoteles führt dann des Näheren aus, weshalb die Erinnerung an solche Vorgänge selbst im Gedächtnis der Völker, die vor dem eindringenden Meere zurückwichen oder in neuentstandene Länder einwanderten, nicht festgehalten worden ist.

[309] Barthélemy St. Hilaire erklärt diese Darlegungen des Aristoteles in der Vorrede zu seinem Werke »Météorologie d'Aristote«. Paris 1863, für geradezu bewunderungswürdig.

[310] Ovid hat diesen Gedanken in seinen »Metamorphosen« in poetischer Form zum Ausdruck gebracht (XV, 260 u. f.). Es heißt dort:

260 So auch hat gar oft sich gewendet der Gegenden Schicksal.

Ich sah selber als Meer, was fester und trockener Boden

Vormals war; ich sah aus Wogen gewordene Länder.

Fern ab lagen vom Meer in der See einheimische Muscheln,

265 Und man entdeckte sogar auf Gebirgshöhen Anker der Vorzeit.

Was erst Ebene war, das schuf der Gewässer Herabsturz