[317] Mechanische Probleme. S. 9 u. 32. Die in dieser Schrift entwickelten allgemeinen Ansichten entsprechen denjenigen der älteren peripatetischen Schule. Trotzdem wird die Schrift nicht für echt aristotelisch gehalten, weil die Probleme und Lösungen im einzelnen auf praktische Anwendungen hinzielen. Dies gilt nämlich als unaristotelisch und entspricht mehr der Richtung Stratons, der nach dem Tode des Theophrast die Leitung der peripatetischen Schule übernommen hatte. Über grundlegende kritische und erklärende Ausgaben siehe Paulys Reallex. der klass. Altertumswiss. II. Bd. (1896) S. 1012–1055 (Aristoteles).
[318] »Physik« VIII, 1 und »Metaphysik« XII, 6.
Man darf solche Vorahnungen nicht zu hoch einschätzen, vor allem aber sie nicht den neuzeitlichen Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung als gleichwertig zur Seite stellen. Andererseits läßt sich auch nicht in Abrede stellen, daß sie häufig durch die Jahrhunderte hindurch anregend und befruchtend gewirkt haben. Man vergleiche z. B. hierzu die Beziehungen des Koppernikus zu den alten Schriftstellern.
[319] Aristoteles, Politik. I, 8.
[320] Aristoteles, Zwei Bücher über Entstehen und Vergehen. Übersetzung von Prantl. Leipzig, W. Engelmann. 1857. S. 451.
[321] A. a. O. S. 437.
[322] Aristoteles' Tierkunde, kritisch berichtigter Text mit deutscher Übersetzung, sachlicher und sprachlicher Erklärung und vollständigem Index von H. Aubert und Fr. Wimmer. 2 Bände. Mit 7 lithograph. Tafeln. Gr. 8. Leipzig, Verlag von Wilh. Engelmann. 1868.
[323] Aristoteles, Teile der Tiere. III, 4.
[324] Als Probe für die Art, wie Aristoteles die anatomischen Verhältnisse betrachtet, möge folgende Stelle aus seiner Schrift über die Teile der Tiere dienen (Aristoteles, Vier Bücher über die Teile der Tiere. Griechisch und Deutsch; herausgegeben von Franzius. Leipzig, W. Engelmann. 1853):
»Da das Blut eine Flüssigkeit ist, so muß notwendig ein Gefäß da sein, für welchen Zweck die Natur die Adern bildete. Für diese muß notwendig ein einziger Anfang sein. Denn, wenn es sein kann, ist einer besser als viele. Das Herz aber ist der Anfang der Adern, denn sie entspringen offenbar aus diesem, nicht aber gehen sie durch das Herz hindurch, und dessen Beschaffenheit als eines verwandten Teiles ist aderartig.«