[902] »Dem Reformator«, sagt Schiaparelli (Die Vorläufer des Koppernikus im Altertum, S. 87), »der ein wesentlich neues Weltschema zur Geltung bringen wollte, konnte es nicht genügen, nur eine allgemeine Idee auseinanderzusetzen, sondern ihm fiel die Pflicht zu, seine Idee bis zu demselben Grade der Vollendung auszuarbeiten, bis zu dem Ptolemäos die seinige gebracht hatte.«

[903] Nicolai Copernici Torinensis, De revolutionibus orbium coelestium, libri VI. Eine Übersetzung von C. L. Menzzer hat der Koppernikus-Verein zu Thorn im Jahre 1879 herausgegeben.

[904] In dem Bestreben, die ungleichförmig erscheinenden Bewegungen der Planeten auf gleichförmige Bewegungen zurückzuführen, nahm man an, diese Himmelskörper beschrieben Kreise, deren Mittelpunkt sich gleichzeitig der Peripherie eines zweiten Kreises entlang bewege; die so entstandenen Linien nennt man Epizyklen.

[905] Siehe S. [180] u. f. d. Bds.

[906] Schiaparelli, Die Vorläufer des Koppernikus im Altertum, übersetzt von M. Curtze.

[907] Die außerhalb des Saturn befindlichen Planeten Uranus und Neptun wurden erst 1781, beziehungsweise 1846 entdeckt.

[908] Die hierin liegende Schwierigkeit wurde erst von Bessel gehoben, der nachwies, daß die Fixsterne in der Tat infolge der jährlichen Bewegung der Erde ihren Ort, wenn auch in sehr geringem Maße, verändern.

[909] Die Schrift galt lange als verschollen. Sie wurde erst im 19. Jahrhundert wieder entdeckt und (1878) herausgegeben. Näheres siehe in dem von A. Kistner herrührenden Bd. 39 von Voigtländers Quellenbüchern.

[910] Die Drehung der Erde wurde durch Fallversuche, sowie den Foucaultschen Pendelversuch nachgewiesen, während die Fortbewegung im Raume aus der Aberration und der Fixsternparallaxe geschlossen wurde.

[911] Anstatt 1 : 49 : 1300000.