»Sie kann kaum über fünf oder sechs Jahre alt sein.«
»Also keine ältere Tochter?«
»Ich weiß es nicht. Weshalb, Papa?«
»Ach, es war nur so eine Frage; aber schicke doch einmal nachher die Jette hinüber und laß ihn bitten, zu mir zu kommen. Ich möchte mir einen neuen Schlüssel zu meinem Schreibtisch machen lassen, denn den alten muß ich verkramt haben; ich kann ihn nirgends mehr finden.«
»Ja, und ein anderes Schloß an unsern Vorsaal auch, Dietrich,« sagte die Frau; »denn seit mir der Schlüssel damals weggekommen ist, fehlt mir alle Augenblicke etwas. Denke Dir nur, zwei von unseren schweren Eßlöffeln sind fort – ich wollte Dir eigentlich gar nichts davon sagen.«
»Ach, die werden sich schon wiederfinden; gestohlen können sie doch nicht gut sein.«
»Aber ich weiß nicht, wo; alle Kisten und Kasten habe ich schon umgedreht, alle Winkel und Ecken durchsucht.«
»Nun gut, schicke nur einmal hinüber zu dem Meister und laß ihm sagen, es wäre mir angenehm, wenn er selber kommen könnte; ich hätte etwas für ihn zu thun.«
»Aber unser Schlosser ist eigentlich Weller nebenan.«
»Baumann soll sehr geschickt sein, und mein Schloß ist etwas complicirt. Wie alt kann sein Sohn, der Mechanikus, etwa sein?«