»Ich?« rief der Freiherr und drehte sich plötzlich auf seinem Absatze herum; »das alte Weib ist wohl – wie hieß sie?«

»Die Heßberger, Herr Baron; sie kam früher wohl manchmal heraus, ist aber jetzt die langen Jahre nicht dagewesen.«

Der Baron qualmte wieder, daß eine dicke Rauchwolke über ihm emporwirbelte, und ging mit langen Schritten auf und ab, so daß der Diener im Stillen die Beobachtung machte, arg weh thun könnten dem Herrn die Hühneraugen nicht, denn er trat wenigstens ganz herzhaft auf. Es war auch fast, als ob er den auf ihn Wartenden ganz vergessen habe, bis dieser endlich wieder fragte:

»Wie befehlen der Herr Baron? Soll ich sie vielleicht wieder fortschicken, daß sie ein andermal....«

»Laß sie hereinkommen, Christoph,« unterbrach ihn sein Herr; »wenn sie einmal da ist, mag sie meinetwegen nachsehen. Ich hatte gar nicht mehr daran gedacht. Wo ist Benno?«

»Er geht unten im Garten mit dem Fräulein spazieren.«

»Es ist gut; daß Du mir nachher Niemanden hereinläßt, bis wir fertig sind!«

»Sehr wohl, Herr Baron.«

Der Diener verschwand, und es dauerte nicht lange, so klopfte es leise an die Thür, die sich auch fast augenblicklich auf das barsche »Herein« des Freiherrn öffnete.

»Sie entschuldigen, mein gnädigster Herr Baron, wenn ich vielleicht stören sollte,« sagte die alte Frau, indem sie die Thür wieder vorsichtig in's Schloß drückte; »da Sie aber gewünscht hatten....«