»Draußen in der Küche.«

»Rufen Sie sie herein.«

»Sie wird aber nicht in Ihrer Gegenwart reden wollen....«

»Und weshalb nicht? Sie braucht oder soll gar nichts weiter sagen, als was sie selber gehört und gesehen hat; ich will auch nichts weiter wissen und kann nichts Anderes gebrauchen. Lassen Sie die Person nur einmal hereinkommen.«

Der Major griff nach der neben seinem Stuhl hangenden Klingel und zog daran, und gleich darauf steckte die bezeichnete Frau den Kopf in die Thür und fragte, was sie solle.

»Kommen Sie einmal her, Frau Meier,« sagte der Major.

»Aber ich kann ja nicht, ich sehe so schrecklich aus!«

»Macht nichts,« lachte der Staatsanwalt, »wir sind alle Zwei ein paar alte Knaben und haben unsere Herzen schon lange, der Eine verloren, der Andere eingetrocknet. Wir wollen Sie nur bitten, uns ein paar Fragen zu beantworten.«

»Fragen beantworten?« wiederholte die Frau mißtrauisch, indem sie, in's Zimmer tretend, sich noch die Hände an ihrer Schürze abtrocknete.

»Sie haben früher bei der Frau Baronin Wendelsheim in Dienst gestanden, wie?«