»Nun, Sie zahlen eben.«
»Ja so, – gewiß – das ist wahr – aber...«
»Nun, ich habe Sie noch nicht gedrängt,« erwiederte der Händler. »Unser Contract lautet: bei Zurücklegung Ihres vierundzwanzigsten Jahres, wann wird ausgezahlt werden die Erbschaft. Gott Abraham's, es ist viel für mich, aber Ihnen wird es dann nicht weh thun!«
»Aber wenn ich heute noch um weitere Vorschüsse käme?«
»Heute?« sagte der Alte, etwas verlegen auf seinem Stuhl umherrückend. »Der Herr Baron werden gewiß einem alten Mann nicht mehr aufbürden, als er tragen kann, und es sollte mir leid thun, Ihnen eine abschlägige Antwort zu geben.«
»Aber ich muß heute Geld haben, Salomon!« rief Wendelsheim, also gedrängt und in die Enge getrieben. »Ich brauche bis heute Abend sechs Uhr zweihundert Louisd'or...«
»Gott der Gerechte, was ein Geld!«
»Die zu der bestimmten Frist zu zahlen, ich mein Ehrenwort gegeben habe. Als Officier muß ich das einlösen oder meinen Abschied nehmen.«
»Wär' kein Unglück,« sagte Salomon; »wenn Sie die Hunderttausende erben, was thun Sie mit der Lieutenants-Gage? Sie reicht nicht einmal zu Taschengeld.«
»Aber ich bin auch zugleich beschimpft.«