»Fürchten Sie keine Belästigung,« fuhr Trautenau fort, »lassen Sie mich ruhig ausreden, denn ich werde mich sehr kurz fassen, und es ist sogar nöthig, daß Sie es erfahren.«
»Sie sprechen in Räthseln,« erwiederte Clemence, während hohes Roth ihre Züge färbte.
»Die Ihnen augenblicklich klar werden sollen. Sie sind im Begriff sich mit dem Major von Reuhenfels zu vermählen.«
»Allerdings.«
»Wissen Sie was man in der Stadt von ihm spricht?«
»Von dem Major?«
»Von demselben: Daß er ein arger Spieler und Schuldenmacher, ja mehr als das, daß er ein schlechter Mensch sei.«
»Mein Herr, Sie sprechen von meinem künftigen Gatten!«
»Ich weiß es« rief Trautenau bewegt und weich – »und nur um Unglück von Ihrem theueren Haupt abzuwenden, wage ich etwas, wozu sonst nur ein Freund – kein Fremder, das Recht beanspruchen durfte – wage ich Sie zu warnen.«
»Zu warnen?«