»Das waren sie,« flüsterte der Kellner, als er an ihm vorüberschritt, indem er mit dem Daumen über seine Schulter zeigte. »Famose Person, heh?« Damit blinzelte er den jungen Fremden verschmitzt an, drückte sich seine Serviette unter den Arm und verschwand damit in der Küche.

Ernst schritt rasch der eigenen Wohnung zu, aber er begegnete dem Freund schon unterwegs, der eben seine Briefe zur Post gegeben hatte. Er nahm auch ohne Weiteres seinen Arm, und erzählte ihm, während er mit ihm die Straße hinabschritt, das Begebniß der letzten Stunde sowohl, wie das, was er von dem Kellner über die beiden Gatten gehört.

»Hm, zeig' mir einmal die Karte. Clemence de Joulard – eine kleine Eitelkeit – und sechs Risse darin.«

»Sie können zufällig hinein gekommen sein.«

»Sie können, ja – aber ich glaube es nicht. Frau von Reuhenfels sieht mir nicht so aus, als ob sie etwas zufällig thut.«

»Aber was können sie bedeuten?«

»Wenn irgend etwas, natürlich nur eine Zahl – also sechs, und das kann wieder nur sechs Uhr sein. Sie wünscht ein Rendezvous mit Dir.«

»Das ist nicht denkbar.«

»Bah, was ist bei einer jungen, intriguanten Frau nicht denkbar, noch dazu wenn sie einen Tyrannen zum Gemahl hat.«

»Die wenigen Jahre können sie nicht so verdorben haben, oder ihr Mann müßte mehr als ein Teufel sein.«