»Trautenau – ich bin Maler, und nur zum Besuch an den Rhein gekommen.«
»Und wo ist das Rendezvous?«
»Dort drüben gleich hinter der Ruine; ich werde hier morgen früh etwas vor Sonnenaufgang ein Boot bereit halten, da wir eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang an Ort und Stelle sein müssen.«
»Ich werde Sie begleiten,« lautete die Antwort – »mein Name ist von Klingen – haben Sie Waffen?«
»Mein Gegner wollte sie besorgen.«
»Pistolen oder Säbel?«
»Pistolen.«
»Gut – ich werde zur Vorsorge noch meine eigenen mitbringen, die Herren können dann wählen – aber dann muß ich gleich nach Hause, um Alles in Stand zu setzen.«
Die jungen Leute drückten sich die Hand und Trautenau wanderte noch schweigend und seinen Gedanken nachhängend in die Nacht hinaus.
Er dachte an Frank und was der zu dem Allen sagen würde, wenn er es erfuhr. Der hatte ihn wohl genug gewarnt, aber konnte er denn anders handeln, als er es gethan? und würde sich Frank, an seiner Stelle, nicht genau so benommen haben? Arme Clemence! was wurde aus ihr, wenn er in dem morgenden Zweikampf fiel? war sie dann nicht elend für ihr ganzes Leben? Doch ihr Schicksal lag ja in Gottes Hand, und dem wollte er vertrauen, daß er noch Alles zum Besten führe. Wozu sich jetzt auch unnöthige Sorgen machen, die ihn nur weich stimmten und entmannten. Mit kaltem, ruhigen Blut mußte er an die Arbeit gehen, denn nur dann konnte er hoffen zu siegen.