»Geb's Gott,« sagte der Zimmermann resignirt, und von jetzt ab wurde kein Wort weiter gesprochen, während sich die Leute nur schärfer in ihre Ruder legten, um den verheißenen Platz desto rascher zu erreichen.

Die Brise wurde lebhafter, sie konnten das Segel setzen, die Strömung half ebenfalls nach und das Boot glitt verhältnißmäßig rasch über das glatte Wasser seinem Ziel entgegen. Die ersehnte Insel, die bis jetzt nur wie ein kurzer Streifen auf dem Horizont gelegen und dadurch weit entfernter schien als sie wirklich lag, hob sich mehr und mehr, bis sie die Form eines Topfkuchens annahm und man jetzt deutlich schon den Fuß derselben, gegen den die Strömung wusch, erkennen konnte.

Die Brise, die hier mehr stoßweise kam, lullte nach einiger Zeit wieder ein, und vier von den Leuten hatten deßhalb die Ruder wieder aufgegriffen, die Uebrigen lagen, so gut es eben ging, ausgestreckt im kleinen Boot, und nur der Kapitän saß, das Gesicht dem Lande zugedreht, am Tiller und betrachtete sich das nicht mehr so ferne Eiland. Plötzlich richtete er sich etwas empor und schützte die Augen mit der flachen Hand gegen die schon im Westen stehende Sonne, die ihn auch überdieß durch das Blitzen auf dem Wasser blendete; dann ohne ein Wort zu sagen, nahm er das neben ihm liegende Telescop auf und hob es an's Auge. Kaum aber hatte er einen Blick hindurch geworfen, als er wirklich erschreckt ausrief:

»Damnation! Die Schwarzen haben Booby-island besetzt!«

»Was?« schrie der Zimmermann voller Entsetzen – »oh du grundgütiger Himmel – dann sind wir verloren.«

»Verloren?« brummte der Steuermann, mit einem wilden Fluch durch die Lippen, »hat sich was von verloren – Wie viele sind's, Kapitän?«

»Der Strand schwärmt von ihnen, und oben drauf tanzt auch etwa ein Dutzend herum – aber ich sehe keine Canoe's.«

»Die liegen jedenfalls hinter der Insel in ruhigem Wasser. Also haben die schwarzen Bestien den Platz endlich richtig gefunden!«

»Und was nun?« sagte der Kapitän.

»Was nun? Ei, wir müssen ihn wieder erobern.«