Als es Nacht wurde, ging er zum Mädchen und rief: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Das Loch fing an zu sagen: „Ich bin arm, keiner hat sich zu mir herabgelassen. Ich bin so, wie ich von der Mutter geboren bin. Bis jetzt hat noch niemand Hand daran gelegt.“
Als der schöne Kaffeeschenk dies hörte, freute er sich und sagte: „Da habe ich endlich die Frau gefunden, die ich suchte.“ Dann näherte er sich dem Mädchen und wohnte ihr bei.
Als es Morgen wurde, stand er auf, ging ins Bad, wusch sich, kaufte Sahne und ging wieder ins Haus, wo das Mädchen war, verweilte bei dem Mädchen und sie liebten sich.
Die mögen nun hierbleiben, wir kommen jetzt zu den Reichen. Die hatten einen nahen Nachbarn. Eines Tages versammelten sie sich und er sagte: „An dem und dem Orte ist ein schöner Kaffeeschenk. Der nahm meine Tochter und am Morgen verließ er sie. Gestern hat er ein Hirtenmädchen genommen. Das heißt, daß ihm meine Tochter nicht gefallen hat. Kommt, wollen alle einmütig daraus einen ehrenrührigen Prozeß machen und ihn bestrafen lassen.“
Dies Wort gefiel allen. Darauf schicken sie Nachricht an den schönen Kaffeeschenk. Schließlich sagte er: „Wenn Allah will, ist es so gut“, verließ sein Haus und kam zu [[34]]ihnen, setzte sich und verweilte. Sie sagten zu ihm: „He, schöner Kaffeeschenk, nach Allahs Anordnung hast du unsere Töchter geheiratet und am Morgen wieder verlassen. Was ist der Grund? Schließlich hast du ein Hirtenmädchen genommen und bei der bleibst du. Schämst du dich nicht? Gehört sich so etwas für dich? Was hatten unsere Töchter für einen Fehler? Jetzt wollen wir dir einen ehrenrührigen Prozeß machen. Laß dir das gesagt sein!“
Da antwortete der schöne Kaffeeschenk: „Meine Herren, jetzt ruft eure Töchter, wir wollen die Sache erklären, damit, wenn die Schuld an mir liegt, der schöne Kaffeeschenk verderben möge.“ Sie sagten: „Sehr schön, mein Sohn, wollen sie rufen, sie mögen kommen.“ Dann sandten sie Nachricht in ihre Häuser und die genannten Mädchen bestiegen ihre Droschken und kamen in die Versammlung.
Eins von den Zimmern wurde abgesondert und der schöne Kaffeeschenk trat mit einem Mädchen ein. Er ging zu dem Mädchen und rief: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Das Loch sagte: „Mein Vetter hat mich durchstochen.“ Sie horchten hinter der Tür. Der schöne Kaffeeschenk sagte zu ihnen: „Nun, habt ihr es gehört, meine Herren?“ Sie standen da und bissen sich auf den Finger.
Darauf ging das Mädchen aus dem Zimmer und sagte zu ihren Genossinnen: „Ach, Schwestern, steckt in eure Löcher einen Lappen.“ Das taten sie und eine andere ging in das Zimmer. Der schöne Kaffeeschenk ging zu dem Mädchen und rief: „Loch, wer hat dich durchstochen?“ Von dem Loch kam keine Antwort. Er sagte zu dem anderen Loch: „Warum kommt keine Stimme heraus?“
„Ach, mein Herr, wie soll es sprechen, sie hat es verstopft.“
Darauf ging das Mädchen hinaus und sagte zu ihrer Gefährtin: „Fräulein, verstopfe deine beiden Löcher, denn deine Sache steht schlecht.“