Uludsch Begum und die Zwillinge wachten auf. Er aber sagte ihnen nur: „Schlaft nur. Ich habe im Traum gerufen. Macht es euch nur bequem.“
Bis zum Morgen schloß er kein Auge. Als es Morgen wurde, befahl er die Pferde zu satteln. Er wollte frische Luft schöpfen und einen längeren Ritt machen. Während er mit seinen Leuten aus der Tür des Hauses ging, sah er fünf bis zehn Bettler. Ihre Kleider waren zerrissen. Durch die Risse ihrer Mäntel waren ihre verwundeten Körper zu sehen. Sie schwankten, da sie sich vor Hunger nicht mehr aufrecht halten konnten. Er steckte seine Hand in seinen Busen und zog eine Handvoll Goldstücke heraus und warf sie unter die Armen als Almosen.
Er dachte, sie würden gierig danach greifen. Jedoch keiner rührte sich. Da sagte Hassan Bej: „Ihr Unglücklichen, warum nehmt ihr nicht mein Geschenk?“
Alle riefen einstimmig: „Wir sind keine Bettler.“
Hassan fragte erstaunt: „Woher kommt euer Elend? Wer seid ihr denn?“
Da trat einer von ihnen vor, öffnete die Hände und sagte: „Mein Bej, sieh mich an. Wenn du deutlich hinsiehst, wirst du mich erkennen. Wir waren Verwalter deiner Waren im Osten.“
Hassan Bej war erstaunt, erkannte sie alle und rief aus: „Was ist aus euch geworden? Wie kommt ihr in diesen Zustand?“
Die Leute, die er für Bettler hielt, erklärten ihm genau, was ihnen zugestoßen war. [[159]]
Chinesen, Räuber, persische Reiter hatten im Osten alles geplündert. Alle Türken, die sie in die Hände bekommen konnten, hatten sie getötet. Mit tausend Mühen und Entbehrungen hatten sich nur diese fünf bis zehn Leute retten können. Der Schaden ließ sich nicht abschätzen.
Hassan Bej verzweifelte nicht und sagte: „Sorgt euch nicht, einem Unglück gegenüber, das von Gott kommt, gibt es nichts anderes als sich fügen.“