„Das ist wahr!“ rief sie, „ich werd’ ihm zwei Worte schreiben.“
Sie schrieb:
„Sie müssen jetzt die Consequenzen Ihrer wundervollen Güte hinnehmen, und meinem Mann die Gelegenheit gönnen, Ihnen seinen herzlichen Dank auszusprechen. Es würde ihn betrüben, wenn er Ihre Freundlichkeit nur wie ein Almosen betrachten müßte — und mich auch
Tosca Beiron.“
Das Billet wurde herauf geschickt, und die mündliche Antwort lautete, der Herr werde später die Ehre haben, seinen Besuch zu machen.
Ignaz kam zurück; Blumen, Schachbretttisch, Sophapolster langten auch an. Es wurde Alles geordnet, eingerichtet, so viel wie möglich behaglich gemacht. Der General sagte endlich:
„Jetzt glaube ich, daß wir den Winter hier ganz leidlich verbringen werden.“
Da gab Tosca ihre Hand an Ignaz, und sagte mit ihrem holdseligsten Lächeln:
„Das ist hauptsächlich Ihr Werk! ich danke Ihnen.“
Ignaz küßte diese Hand, aber er drückte sie heftiger, als man bei einem Handkuß zu thun pflegt. Der General ging in sein Zimmer; er war angegriffen, der unruhevolle Morgen hatte ihn ermüdet. Seine Nächte waren ohnehin fast immer schlecht; Tags schlief er zuweilen im Lehnstuhl ein. Ignaz kniete auf Toscas Fußkissen vor ihr nieder, als sie allein waren, und sagte: