„Ja,“ sagte sie; „er wird dann Alles arrangiren, denn er versteht es, und ich nicht.“
„Eben deshalb,“ rief Sigismund lebhaft und bewegt, „dürfen Sie nicht — verzeihen Sie das Wort! so unerhört unbedachtsam zu Werke gehen. Sie geben sich ja ganz in Graf Adlercrons Hände.“
„Nun ja! irgend Jemand muß meine Geschäfte führen; weshalb nicht er, der die Verhältnisse kennt?“
„Ich zweifle ja auf keine Weise an Graf Adlercrons Ergebenheit für Sie, noch an seiner Geschicklichkeit; — aber ist er selbständig, unabhängig genug, um nicht einen fremden Vortheil — ich sage nicht seinen eigenen — dem Ihren vorzuziehen?“
„Er ist ganz unbemittelt,“ sprach Tosca nachdenklich, „und er hat eine Mutter und eilf Geschwister.“
Sigismund taumelte fast zurück, dann sagte er dringend und ernst:
„Gnädige Frau, ich beschwöre Sie, in dieser Angelegenheit nicht mit allzu blindem Vertrauen zu Werke zu gehen. Hören Sie Rath und Vorschläge von Männern an, welche die Verhältnisse verstehen und auf keine Weise dabei betheiligt sind“ ... —
„Ich kenne Niemand als Sie,“ unterbrach sie ihn.
„Geben Sie mir Ihr Wort, vor der Hand nichts zu thun, und Sich zu nichts drängen zu lassen“ ... —
„Aber warum soll ich nichts thun?“