„Gnade für die Essenz, liebe Agathe! sie wird Dir gewiß gefallen, wenn ich Dir sage, daß es die alten Narden sind, die Narden, welche die heiligen drei Könige samt Gold und Spezereien dem Christuskinde darbrachten. Jetzt heißen sie vétivert.“
„O, im vétivert ist gewiß nichts mehr von den alten Narden enthalten! ich kann wirklich nicht ertragen, daß Du Dich damit parfümirst“ ... —
„Ich will es weglegen, liebe Agathe,“ sagte Sigismund und streckte die Hand danach aus.
Aber Agathe behielt es in der ihren, die sie zurückzog, und sagte:
„Bitte, Sigismund, o bitte, schenke mir das Flacon! es ist gar niedlich.“
„Ich werde Dir ein andres geben, liebe Agathe, ein größeres, eleganteres, mit irgend einer Essenz, die Du gern magst.“
„Nein, ich danke Dir! ein eleganteres will ich nicht ... und es giebt auch keines! und die größeren sind nur unbequem.“
„Du kannst ein größeres auf Deine Toilette stellen.“
„Ich hab keine Toilette, zu welcher ein elegantes Flacon paßt, Sigismund. Ich mögte nur dies ... um es immer bei mir zu tragen .... so wie Du es getragen hast.“
„Aber Du magst nicht den Parfüm, Agathe.“