„Nein gar nicht! drum will ich ihn Dir nehmen.“
„Ich könnte ihn mir ja wieder bei jedem Parfümeur kaufen.“
„O das thust Du nicht, wenn es mir unangenehm ist. Bitte, Sigismund, schenke mir das Flacon.“
Er hätte einfach sagen können, es gehöre ihm nicht; aber ihm graute vor den Erörterungen, wie, wann, von wem er es bekommen habe, und er fühlte, daß er nicht im Stande sei, irgend eine kleine erklärende Geschichte, wie die Männer sie sonst immer bereit zu haben pflegen, in diesem Augenblick zu erfinden. Wie man das denn immer höchst ungeschickt macht: um aus der Verlegenheit zu kommen wird man heftig.
„Ich bitte sehr um Verzeihung,“ sagte er kurz, „allein das Flacon ist mir lieb.“
„Eben darum!“ sagte sie bittend.
„Mein Gott!“ rief er heftig, „wenn Du eine so große Liebhaberei für Flacons hast, will ich Dir ein Dutzend kaufen!“
Kaum hatte er’s gesagt, so that es ihm leid, denn Agathe sagte sehr traurig:
„Du willst es mir also nicht geben?“
„Laß es mir, liebe Agathe!“ bat er sanft.