Stundenlang tobte es in ihr auf und nieder. Ruhelos, friedlos — und so unsagbar weh!

Dann kam ein dumpfer Schlaf, und dumpfe, tiefe Träume.

Sie stand auf einer Bühne und sollte singen und wußte nichts von dem, was sie singen sollte und hatte nie ein Wort davon gehört.

Im Hemd stand sie vor allen Leuten, als müßte es so sein — und doch war etwas versteckt, dumpf Schmachvolles dabei — als müßte es doch wieder nicht so sein. Und Heinrich Mengersen ging an ihr vorüber in seinem weißen Flanellanzug, so unantastbar vollendet gekleidet — und lächelte nachsichtig — da wachte sie auf.

Ihr Herz schlug — und es war ihr, als hätte das Lächeln sie gebrandmarkt, ja, als hätte er in Wirklichkeit so gelächelt.

Sie hob die Hände zum Schädel auf. „Du liebst mich — ich bin dir das Liebste auf der Welt — wie du mir. Dann ist alles gut. Du hättest ja sonst auch nicht bitten können.“

Das fremde, geheimnisvolle Weh lag dennoch auf ihrer Seele und über ihrem Körper, wie etwas, was sie ersticken wollte.

*

Am Morgen trat Marie ein mit einem Korb voll der herrlichsten Rosen.

Das war genau so ein Korb, wie er bei ihm gestanden hatte.