Nicht deshalb, wie du denkst. O, nein, gar nicht deshalb! Sie brauchen nicht zu lächeln, Henry.
Nein, weil nun eine große, langweilige Lügengeschichte angeht, wie bei allen Männern. Bei dich lächelt es mich noch mehr, als bei den andern, weil ich dich kenne, wie mein Taschentuch!
Für Sie, Henry, wünschte ich, Sie hätten Isolde gewählt. Vor ihr hätten Sie müssen doch ein wenig gêne haben. Sie könnten mit ihr nicht so ganz sans façon sein.
Doch deshalb nehmen Sie sie ja nicht. Nun, ich wünsche Glück zu dieser Dudelsackehe.
Kommen Sie heut abend zum Thee, Henry, wir trinken auf der Veranda.“
*
Marie Frey verlebte bei Mrs. Wendland traumhafte Tage.
Sie war es gewohnt, von Studenten und den Brüdern ihrer Freundinnen verehrt zu werden; aber dieser Herr Mengersen war doch ganz etwas andres.
Sie traute der Sache nicht recht. Es kam ihr alles zu unwahrscheinlich vor.
Aber Henry Mengersen verstand sich darauf, sie zu überzeugen, trotzdem ihm eigentlich solch’ eine weltfremde, höhere Tochter ein sehr unheimliches Ding war.