Ade!“

Frau Lu sah ihr verwundert nach, wie sie mit leichten, fliegenden Schritten den stillen Weg entlang ging und ihren Blicken entschwand.

*

Isolde ging in einer wundervollen Extase, in einem ihrer heißgeliebten Seelenräusche, in dem wundervollsten Seelenrausch, den sie je empfunden, durch die weiße Morgenstille.

Jetzt stand sie und lauschte.

Sie lauschte auf die Bewegungen ihrer eigenen Seele.

Es hatte sie ein fremdes, unerträgliches Weh durchzittert, ein Weh, wie es der betäubte Totkranke empfindet, wenn er das Messer des Arztes fühlt, den schneidenden Schmerz wie aus der Ferne, durch die Narkose hindurch, fremd und wie mit ihr unzusammenhängend.

Wem galt es? Ihr? War’s ihr eignes Weh? Und weshalb?

Isolde begann zu laufen.

‚Das muß man abschütteln mit aller Kraft, — sonst frißt sich’s ein.‘