„Trink nun,“ sagte sie noch einmal.

„Weißt du, laß dich wenden!“ schrie er, „an dem Muster hätt’ ich mich endlich satt gesehn!“

Von zwei bis vier Uhr nachts aber war sie undurchdringlich, unbezwinglich, unverletzbar, zu seinem allergrößten Ärger.

Er wußte sich nichts Schlimmeres, denn in dieser Stunde war sie ihm über. Was hatte er ihr in den letzten Jahren in diesen späten Stunden nicht alles angethan! — nicht alles gesagt — und hatte doch die Fessel nicht abschütteln können.

Wie eine Zwangsjacke empfand er sie, eine elende verächtliche Jacke — aber er konnte sich doch nicht bewegen, wie er wollte.

Sie hatte sich selbst so ganz verloren, daß sie an sich nichts mehr zu schützen und zu wahren fand. Es war da nichts Heiliges mehr. Und darin lag ihre Kraft und ihre Macht.

Nur auf eins hielt sie. Die Mädchen durften zu dieser Stunde dem Vater nicht vor die Augen kommen.

Aber heute war er auf die Bamsen ganz versessen.

„Sapperlot,“ rief er mit einem Mal mächtig, „wenn der Vater acht Täg’ net daheim war, wer hat das Recht ihm seine Bamsen vorzuenthalten?“

Er trat zum Korridor hinaus und rief donnernd: „Marie! Isolde!“