Der Anblick seiner prächtigen Mädchen wirkte auf den Vater unbedingt besänftigend.
„Bamsen!“ rief er, er hatte sich jetzt an das Fenster zurückgezogen und hielt sich ein wenig an’s Fensterbrett gestützt.
„Bamsen, ich bring’ euch was mit heim. Freut euch, Mädels!“
Noch nie hatten die Mädchen ihre Mutter gesehn wie eben jetzt — so alt — so müde — so gleichgültig.
Ihr war soeben ihr letztes Privilegium genommen.
Bisher hatte er noch nie gewagt die Mädchen wirklich zu rufen. Ein Blick von ihr hatte immer in diesem einen Fall genügt, ein „Bst“.
‚Ah so die schlafen, die Bamsen.‘
Sie hatte die Mädchen vor diesen nächtlichen Eindrücken behüten wollen, für immer.
Nun war es geschehn.
Und was war denn geschehn? Er erzählte ihnen harmlos von einer schönen Frau, die am Starnbergersee wohnt, und deren Gast er jetzt drei Tage gewesen. Einer der Berliner Schriftsteller hatte ihn dort eingeführt.