„Und euch hat sie eingeladen. He? Was? Na, was sagt ihr?
Übermorgen schon.“
„Wer ist sie denn?“ fragte Marie leise.
„Ja wohl, nur immer vorsichtig Philisterseelchen!“ Doktor Frey lachte laut auf.
„Die Frau eines Gesandten ist sie. Genügt das den gnädigsten Bamsen? Steinreich! Ein Weib, sag’ ich!“ Doktor Frey berührte seine Lippen mit den Fingerspitzen und schickte einen Kuß zur Decke.
„Ein Weib!“ — Er war verzückt. „Ein Götterbild!
Gott, noch einmal, was man sonst so „Weib“ nennt! daß i net lach!
Was für grundgütiges Gansvolk muß unsere edle Weiblichkeit doch sein, daß ich mein Lebtag nichts Ähnlichem begegnet bin!
Da scharren sie so einen armen Teufel ein, ohne daß er ein allereinziges Mal das gesehn hat, was der liebe Herr Gott doch für ihn bestimmte, das Weib in seiner Vollkommenheit, das vollkommene Weib!
Und durch eure Spießbürgerlichkeit kommt der Mann um sein bestes Teil, das ihm doch von Rechtswegen zukäme.