„Isolde!“ Was war ihm eingefallen! Dieser verhexte Name! Einen andern hätte er nie gerufen. Aber: „Isolde! — Isolde!“
Wie einen Liebeswonneschrei, solch einen Namen zu tragen!
„Isolde!“ sagte er noch einmal; aber tonlos.
Da kam Bewegung in sie.
Aus ihren Augen leuchtete ein ganz seliger Glanz — etwas so traumhaft Seliges. Wie von etwas ganz Unfaßbarem aus dem Schlaf geweckt, stand sie vor ihm; hilflos, rührend, wie vernichtet — und wieder wie eben erst zum Leben erwacht.
Nie hatte er solch eine träumerische Verwirrung auf einem Gesicht gesehen.
Ja, und er, der so vielfach Gelangweilte, Abgekühlte war selbst erregt und verwirrt.
Was hatte er da angerichtet!
Da stand sie und bot ihm ihre Liebe auf eine so süße, kinderhafte Art, so unverhüllt, so durchsichtig, so widerstandslos ……
Ja, da war etwas was ihn ergriff.