Er mußte den Arm um ihre Schulter legen, mußte sie an sich ziehen. „Das ist doch nicht möglich?“ sagte sie bebend.
Und ein Thränenstrom brach aus ihren Augen, so heftig, — so glückselig wild.
Im Nu war der Regenschauer über ihr Gesicht hingegangen und sie sah ihn mit leuchtenden Augen fragend an.
Der große, forschende Blick irritierte ihn wie ein Sonnenstrahl. Ihr Kopf ruhte jetzt an seiner Brust. Da mußte er an Arthur Wendland denken:
‚Ihren Kopf an meiner Brust und ich grinse über sie hinweg.‘
Ihm war zu Mute wie einem reichen, satten Menschen, dem ein anderer mit fanatischer Wonne sein einziges Besitztum, nach dem er gar kein besonderes Verlangen trägt, zu Füßen legt.
Er fühlte sich unendlich belastet. Dieses zitternde vor Seligkeit hinsterbende Geschöpf im Arme, das von ihm alles forderte, das ihm unbewußt alles bot, bedrängte ihn.
Was sollte er thun?
Sie war sein, das fühlte er. Sie hatte sich ihm auf Gnade und Ungnade ergeben.
Sie glaubte an ihn.