"Sie, Leporello! In Mesopotamien Krieg!" verkündete Bobby, der eifrig die Zeitung studierte.
"Ha ick ja immer jesagt: in Mesopotamien fangen se ooch noch an!"
"Jenny", rief Raffaëla ins Wirtslokal, schnatternd vor Kälte und tief beleidigt, "das geht so nicht! Ich muß einen Ofen haben! Wo soll ich denn hin mit dem Kind?"
"Ich kann mir den Ofen doch nicht aus der Haut schneiden!" meinte Jenny im blauen Schlafrock, am Ofen. "Hier ist es doch warm! Bleibt doch hier unten im Wirtslokal!"
Das tat man denn auch. Raffaëla, Lydia, Lotte und Lepo blieben im
Wirtslokal. Lepo las seine Kriegsberichte, von morgens bis abends.
Lotte machte die Hosen naß. Lydia und Raffaëla schleppten einher in
den Schlafröcken und beschimpften einander.
Abends aber, während der Vorstellung, saßen die fünf Damen aufgeputzt um Herrn Schnepfes Dauerbrandofen wie Papageien auf einem Eisenring um den Dompteur.
"Kinder, nein, ist das eine Kälte!" zitterte Lydia mit erfrorener Nase und zog ein Gesicht, als sei sie hereingefallen und komme erst jetzt allmählich dahinter.
Und zu der Soubrette: "Ihr habt es gut. Ihr habt einen Ofen!"
Und alle bebten und preßten die Schenkel zusammen.
"Menschenskind!" tanzte Engel näher heran und rieb sich verbindlich die Hände, "ist doch keene Kälte: fünf Grad! Hättest vergangenen Winter dabei sein sollen!" und hob sich fast in die Luft, so betrieb er mit beiden Armen gymnastische Packung. "Hauptsache ist: man kriegt was Warmes in Magen!"