Mehr schien sie für jetzt nicht sagen zu wollen, denn sie schwenkte sogleich über:

"Was macht denn der Bobby? Netter Kerl war er doch! Wie er sich ärgerte, daß ich's mit dem Flametti hatte! Immer wollte er Geld von mir haben. Und ich hatte doch selbst keins!"

"Oh, er hat sich getröstet!" meinte Laura. "Fünf andre seitdem!"

Herr Meyer wurde unruhig.

"Na, Adieu!" sagte Laura, "wir haben's eilig!"

"Adieu, adieu!" riefen die Mädels frisch.

Man hatte sich schon ein wenig entfernt von einander, aber die Hand
Fräulein Güssys ruhte noch immer in der des Herrn Meyer. Ihr langer
Arm glich einer Rosengirlande, die sich am Kleid verhakt, wenn man
vorübergeht.

Als Flametti diesen Abend zur Vorstellung kam, pfifferte er viel vor sich hin, wie es seine Gewohnheit war, wenn ihn Unangenehmes heftig beschäftigte.

Er zerbrach Zündhölzchen zwischen den Fingern, untersuchte die
Leuchter am Klavier, untersuchte die Vorhangschnur, kratzte mit der
Stiefelspitze an Papierschnitzeln, die auf dem Boden lagen, und ging
auf und ab.

"Na, Herr Meyer, warum so ein finstres Gesicht?" meinte er unvermittelt zum Pianisten.