Lachend antwortete die Deutsche: »Ich verwechsele in einem fort die Namen – die beiden Menschen müssen durchaus noch ein gemeinsames Schicksal haben. Ich wollte sagen, daß Madame Hölty sich trösten würde, wenn ihre liebe Madame Picard sich ein wenig compromittirte.«

»Warum denken Sie so Böses?« fragte der Engländer.

»Welche finden Sie hübscher?« fragte sie zurück. »Madame Picard oder unsere liebenswürdige Wirthin?«

»Das ist wohl kein Zweifel.«

»Welche ist jünger, welche eleganter, welche hat allenfalls die Erlaubniß zu kokettiren?«

»Alles kein Zweifel.«

»Nun, wie können Sie mich da nicht verstehen – wollen? Warten wir's ab – es ist eine völlige Novelle – Nichts fehlt, nicht einmal die heuchlerische Vertraute – Madame Hölty spielt sie mit möglichster Natürlichkeit.«

»Und wie wird das Ende sein?«

»Ueberall wo anders würde es zu einem – komischen oder höchstens dramatischen Ende kommen, hier in Genf besteht das Ende darin, daß es eben kein Ende giebt.«

»In der That?«