„Ihr seid alle drei im Bunde gegen mich!“

„Nonsense, Sir! It’s your own best we intend!“ murmelte Brand unbehaglich vor sich hin. Er drehte sich samt seinem Stuhl zum Fenster um. Der frühe Abend begann den Westen trübe blutig zu färben. Dämmerung schlich in die Kammer.

„Wir wollten Sie, teuerster und edelster Mann, nicht bestürmen, von Ihrer Überzeugung zu lassen“, sprach Huber nun sanft und nahezu demütig, indem er auf George zutrat und ihn umfaßte. „Wie dürften wir das unternehmen, die von Ihnen geleitet, den Weg dieser Überzeugung selbst betreten haben und gewillt sind, ihn niemals wieder zu verlassen!“

„Aber Georgie! Als ob wir nicht alle eines Sinnes wären!“

„Was ich Sie nur bitten möchte, — wozu mich mein Gewissen drängt … Oh, Forster, war es denn nötig, gleich diesen vorgeschobenen Posten zu wählen …“

„Nicht ich wählte. Die Wahl fiel auf mich.“

„Gleichviel. Oder ihn anzunehmen? Sehen Sie, auch ich, — auch ich … Ich werde mein Amt niederlegen, sobald gewisse einmal angefangene Geschäfte abgewickelt sind, sobald der schickliche Augenblick sich findet. Ich werde dann als Privatmann leben, mich als freier homme de lettres durchschlagen.“

„Sie haben nicht für eine Familie zu sorgen, — in der Tat!“

„Oh, Forster! Als ob mein Wohl und Wehe noch jemals von eurem zu trennen wäre! Wenn wir uns einen Platz in der Welt gesucht hätten, wo wir zusammen hätten weiter leben können wie in Mainz …“

George war ans Fenster getreten. Er stützte den Kopf in die Hand und blickte in den traurigen Abendhimmel, als sei er allein.