„Jawohl,“ erwiderte George verdüstert, — „ich muß wohl. Die Götter mögen über meinem Reisegeld wachen. Aber auch ohne das, ich werde fest bleiben. Ich habe jetzt andere Rücksichten zu nehmen.“

„Du wirst den Deinen Mitteilung von deiner Liaison machen?“

„Um Gottes willen! Das geschieht erst in einem Jahr, — wenn ich mir Therese hole. Der Alte möchte mir Berge in den Weg legen. Freilich, für ihn ist der Packesel dann endgültig verloren!“ Er lachte kurz auf. Sie tranken sich zu. Sömmerring legte sich über den Tisch und griff nach Georges Hand.

„Mein George,“ sagte er mühsam mit schwimmenden Augen, „du bist die beste, uneigennützigste Seele der Welt. Du bist der wahre Amadeus.“

„Sömmerring, Sömmerring!“ George bedeckte die Augen mit der Hand. „Laß uns nicht weich werden!“

„Doch, doch!“ Samuel Sömmerring schluchzte beinah. „Du bist’s! Und nun bist du den Alten glücklich los — und da kommt diese Frau …“

George richtete sich auf. „Sömmerring!“ rief er, „deine Freundschaft verführt dich! Laß mich annehmen, es ist der Wein! Laß mich annehmen, es ist der Wein!“

Sömmerring verbarg das Gesicht in den Händen. In der Tat, er vertrug nicht mehr als ein Glas.

„Schick mir einen Elenskopf aus Polen, Bruder,“ bat er kläglich, „das Gehirn in Weingeist! Auch einen Bärenkopf besäß ich gern. Mein Gott, mein Gott, du gehst ja in die Wildnis!“

George kam um den Tisch herum. George streichelte den gefällten Riesen. George tröstete. Aber da war nichts zu machen.