Plötzlich legte sich ein weicher Arm um seinen Nacken und ein treues Haupt an seine Brust. Er ließ die Geige sinken und drückte einen Kuß auf das lockige Haar. Ein heißer Tropfen fiel auf seine Hand.
»Du weinst, Geliebte?«
»O lasse mich weinen, Richard! Sollte ich ungerührt bleiben ob Deiner unendlichen Güte, Deiner unendlichen Liebe?«
Lächelnd zog Richard seine Frau fester an sich.
»Du weinst, weil ich Dich liebe! Ich aber weine nicht, ich bin so glücklich, und doch liebst ja Du auch mich?«
»Ich liebe Dich!«
»Und wirst mich ewig lieben?«
»Ewig!«
Am anderen Tage um die Mittagsstunde trat Alfred durch das Gitterthor des Gartens auf die Straße. Malwine hatte ihm für immer Lebewohl gesagt.