Jean Boussets Blut, gepeischt und berauscht, revolutionierte.
„Fetzen“, zischelte er, erfüllt von maßloser Empörung, aber er ergab sich, blaß, demütig und fromm (. . . beseligend: sich so wegwerfen zu müssen . . . tiefer, immer tiefer, wenn ich bitten darf . . . haben Sie vielleicht nicht noch eine etwas unfreundlichere Kammer, Madame, ein Kellerloch, das genügte, sehr feucht, rechteckig und hölzern? . . .)
Jean Bousset zog sich auf sein Zimmer zurück, früh am Abend, legte sich zu Bett und begann, die Hände wie zum Gebet gefaltet (. . . derweil seine Augen Distanzen durchstachen, tief einmündend in jenes morbide Hyazinthenwunder . . .):
„Erhöre mich, ich flehe zu dir, großer, allmächtiger, ewiger Gott! Ich bin niedrig und voller Qual, widerlich und unausstehlich, ein elendes, vor dir winselndes Vieh, das
— o wolltest du! — bald Frieden finde, zusammengekauert, zu deinen heiligen Füßen liegend, in einem kleinen einsamen und stillen Winkel.“
„Meine Herrlichkeiten, die die Menschen nennen, heißen im Grunde Betrug und Verrat und sind ohne Bestand, und ich danke Dir, Dir Linderer meiner Schmerzen, daß Du mir Deinen Trost schicktest, Dein süßes Gift, das ich, so er sich wild aufstürzt und empört, dem armen Leib eingebe.“
„Ich danke Dir für den Tag, ich sage Dir Dank für die Nacht. Ich preise Dich ob der Wunder und der durchströmenden Wärme des Sonnenlichtes, für die Wohltat des Schlafes benedeie ich Dich dreifach.“
„Ich lobe Dich, der Du mich schlägst mit Marter, der mich wirft in Gefängnis und Krankenhaus, mich züchtigt mit Jammer und Trübsal, ich lobe Dich, Dich Peiniger, der Du die Tritte der Menschen ob meinem Haupte sammelst.“
„Siehe, ich bin Dein ekles Tier, eine vernutzte Sache, ein verbrauchter und abgegriffener Gegenstand, ein abgelegter Rock, den man zum Trödler schenkt, ein Spülicht, ein Kehricht, ein Abfall . . .“