Von Dagny kamen noch zwei Briefe.

Der eine lautete:

„Lieber Jean! Bis heute habe ich es ausgehalten, Dir nicht zu schreiben. Ich dachte auch, Du würdest kommen. Ich bin von einer Unruhe, die mich fast tötet. Meine

Schwester ist im Irrenhaus. Ich habe gespielt in einem Film und mach nur noch nächste Woche eine Aufnahme im Freien mit, dann komme ich nach M . . . . ., obwohl ich hier meine eigene kleine Wohnung habe. Ich bin sehr verzweifelt und denke an Dich, habe immer an Dich gedacht. Ach, ich bin verrückt! Mein Herz ist voll und ich kann nicht sprechen. Leb wohl, ich wollte so viel schreiben. Wenn ich in mein Bett gehe, treibt mich etwas zu Dir, und ich habe mich gewehrt, aber es geht nicht. Vielleicht komme ich an und falle tot zu Deinen Füßen. Deine Dagny.“

Der andere:

„Lieber Jean! Es ist eine falsche Ansicht von Dir, mir Geld zu senden. Ich bin es gar nicht wert, weil ich huren und stehlen will. Alles Gute. Dagny.“ . . . Jean Bousset kam gegen Morgen heim.

Vogelchöre heulten, daß sich Jean Bousset die Ohren zuhielt. Ein scharfer Eiswind warf sich ihm entgegen, eine ganze Welt brannte dahinter. Alles hatte sich gegen ihn verschworen.

Als er in sein Zimmer trat, war es von einem hellen blendenden Glanz erfüllt. Jean Bousset dachte zuerst, er befinde sich bei seinen Eltern zu Haus, in seinem Kinderzimmer, und wäre wieder ganz jung. Daß es nicht so war, erkannte er sofort.

Er fiel über einen Stuhl, er blieb über der Lehne hängen, das Gesicht nach unten.

Später gelang es ihm, sich aufs Bett zu schleppen.