Würde die Gesellschaft zunächst 5 Quadrat-Meilen erwerben, bewohnt von etwa 6–7000 Menschen, so würden Grund und Boden auf eine Million, der Häuserbesitz auf höchstens drei bis vier Millionen zu stehen kommen und ein Betrag von sieben Millionen würde reichlich genügen, um dieses Gebiet für Landwirthschaft, Industrie und Bergbau zu investiren.

Auf diese Art wäre die zuerst einzuzahlende 40%ge Quote des Actiencapitales in der Höhe von 12 Millionen zu verwenden.

Nach zwei bis drei Jahren würde das Experiment so weit erprobt und der Credit der Gesellschaft so weit gefestiget sein, dass sie ohne Zweifel von Jahr zu Jahr zehn bis zwanzig, auch dreissig Quadrat-Meilen ihrem Gebiete einverleiben könnte und in längstens zwölf Jahren dürfte sich ihr Gebiet auf zwei bis dreihundert Quadrat-Meilen und ihre Bevölkerung mit Einrechnung der Einwanderer auf etwa eine Million belaufen.

Sobald eine Organisation geschaffen ist, welche die rasche Assimilation neuer Gebiete erwarten lässt, wären zunächst noch die aushaftenden 18 Millionen auf das Actiencapital einzufordern und weiters nach Bedarf Prioritäten auszugeben. Da mit dem Fortschreiten der Civilisation und der Industrie im Lande die eigenen Arbeitskräfte nach und nach sicher ausreichen dürften, die Neuinvestirungen, zum grösseren Theile wenigstens, zu bestreiten, wird das Gesammtcapital von 90 Millionen an Actien und Prioritäten wahrscheinlich genügen, um den ganzen Plan durchzuführen.

Uebrigens wird auch mit geringerem Capitale eine rasche Erweiterung des gesellschaftlichen Unternehmens möglich sein. Wo immer Gemeindeeigenthum, Staatseigenthum oder Religionsfondsgüter sich befinden, wird es sofort thunlich sein, diese Territorien auf Grund von Pachtverträgen auf 50 Jahre in den gesellschaftlichen Betrieb einzubeziehen. Die Investirungen auf den Staatsgütern schaffen gar keine Complicationen, weil das Gesellschaftsvermögen ohnehin dem Staate zufällt und die Investirungen auf Gemeinde- und Religionsfondsgütern würden entweder auf den Rückfall nach 50 Jahren berechnet werden, oder Rechtsfragen schaffen, welche der Staat nach Ablauf der Pachtdauer nach Belieben ausnützen oder zu Gunsten der Fonde lösen könnte.

Auch ausserdem würde sich der gesellschaftliche Besitz rasch vermehren, ohne dass es nöthig wäre, im ausgedehnten Massstabe zur Expropriation zu greifen oder grössere Geldmittel zur Erwerbung von Grund und Boden aufzuwenden. Es wurde schon oben die Wahrscheinlichkeit des Beitrittes der Hauscommunionen und die Modalitäten dargestellt, wie selber erfolgen könnte. Man glaubt, dass auch die Priester für diesen Beitritt agitiren würden und Personen, die die Verhältnisse in Serbien kennen, glauben, dass sich für das Project unter der serbischen Bevölkerung leicht Propaganda machen liesse. Dasselbe gilt auch für Bulgarien und wäre es umso sicherer in Bosnien von Erfolg. Es liesse sich übrigens auch für die Aufnahme von Hauscommunionen in Serbien und Bulgarien eine Form finden, wenn auch dort die vermögensrechtlichen Beziehungen zur Gesellschaft nicht zugleich die politische Administration in sich schliessen könnten. Der gesellschaftliche Beamte könnte der Regierung gegenüber immerhin die Stellung des Starĵesina einnehmen.

Ausländische Arbeiter geringerer Qualität würde man ohne baaren Lohn auf Kündigung in den Dienst der Gesellschaft aufnehmen und Werkführer oder Vorarbeiter, Aerzte, Lehrer, fachmännisch gebildete Beamte würden Lohn oder Gehalt beziehen, der ausser der Naturalverpflegung gewährt und von Jahr zu Jahr steigen würde, um die Erhaltung der tüchtigen Elemente zu sichern.

Von dem Zeitpunkte ab, wo der gesellschaftliche Besitz eine Ausdehnung von etwa 250 Quadrat-Meilen erreicht hat, soll die Concessionsdauer von 50 Jahren berechnet werden, insofern sich mit der Zeit nicht die Erspriesslichkeit einer Erweiterung der Concession ergäbe.

Nehmen wir an, dass 12 Millionen zur Erwerbung und Investirung von fünf Quadrat-Meilen mit einer Bevölkerung von 7000 Menschen genügen, so müsste zur Erzielung von sechs Perzent und der laufenden Amortisationsquote ein Reingewinn von circa 750.000 fl. erreicht werden, was bei einem Arbeiterstande von etwa 5000 Menschen, einem fruchtbaren Boden und der so vortheilhaften Organisation der Arbeit und Verwaltung, gewiss leicht zu erreichen ist. Das umsomehr, nachdem mindestens sieben Millionen ausser dem erworbenen Immobilarbesitz investirt werden und deren Verzinsung nicht aus der Arbeits- sondern aus der Capitalsrente resultirt.

Wie schon erwähnt, würde man in den beiden ersten Jahren auf einen pecuniären Ertrag gar nicht rechnen und die Zinsen dem Capitale entnehmen, was im Handelsgesetze begründet und nichts weniger als schwindelhaft ist. Es wären das Organisationskosten, die vernünftig angewendet wären, da es vor Allem gilt, unter den Bewohnern für das gewiss gesunde und wohlthätige Unternehmen Propaganda zu machen.