»Wir wollen was singen.« Ein Mädel mit Augen und Haaren, wie Tinte so schwarz, rief das.
»Jetzt?« Ein paar Stimmen fragten es mißmutig. »Warum denn?«
»Hier doch nicht!« Hinzpeters Malchen, so wurde die Kleine genannt, kicherte in ihre Schürze hinein. »Hihihi, ich meine – nä – so nich, hihihi, wir wollen dem neuen Herrn Lehrer was singen.«
»Nä.« Fritze Schwetzer sah Malchen ganz wütend an. Singen, das könnte ihm passen!
Die andern fanden den Plan aber nicht so dumm, einige sagten ja, andere nein, bis Arne alle überschrie: »Wir wollen doch in der Schule singen, beim ersten Mal, Herr Hiller hat’s gesagt.«
Freilich, so war’s, Arne hatte recht. In der Schule sollten sie den Lehrer mit Gesang begrüßen.
»Wir bringen ihm ’nen Strauß.« Malchen kicherte wieder, und wieder sagten etliche ja und etliche nein.
Die Buben waren die Neinsager, die Mädel die Jasagerinnen. »Blumen sind Quatsch,« erklärte der kleine dicke Jakobus.
»Och, Jackenknöpfle, sei doch stille, Blumen sind fein! Und Stadtleute lieben Blumen.«
Vier Mädel redeten auf einmal, und sie hörten auch nicht gleich auf, sie erzählten von allerlei Blumenempfängen, von denen sie wußten oder gehört hatten.