»Fein!« jubelte Arne. »Wir werfen den Strauß rein.«

»Nä!« murrte Fritze Schwetzer, aber gleich fragten fünf zugleich: »Willst du ihn reintragen?«

»Nä!« Fritze verzog sich. So ging es immer: Wenn er einmal was sagte oder sagen wollte, schrieen die andern so sehr, das war wirklich anstrengend.

»Ich werfe!« Webers Arne nahm Malchen den Strauß aus der Hand, zielte, und bums schlug der Strauß an ein anderes Fenster an.

»Ich kann’s besser!« Heine Langbein griff nach dem Strauß, und die Mädel kreischten: »Ihr zerhaut ihn noch!«

Richtig, pardauz klatschte der Strauß an die Mauer an und fiel zurück, und Röse Traugott ergriff ihn noch, ehe er auf die Erde fiel.

»Ich will werfen!« – »Nä, ich!«

Ein paar Bubenhände griffen nach dem Strauß, aber Röse wehrte ab und klagte: »Da, die Rose ist schon abgebrochen und die auch.«

»Schwetzers Fritze, wirf du doch, du kannst das so fein!« rief Arne. Das war nicht Spott, Fritze war als guter Werfer bekannt, und wirklich kam er wieder herbei, und ihm gab Röse auch den Strauß. »Nimm ihn recht in acht!«

»Hm!« Fritze wog den Strauß prüfend in der Hand, dann zielte er, trat drei Schritte zurück, zielte wieder, und hoch im Bogen sauste der Strauß durch die Luft. Wutsch, flog er in das offene Fenster hinein. Drinnen erklang ein lautes Klirren, ein Rufen, und unten flohen die Kinder entsetzt nach allen Seiten hin und schrieen: »Er hat das Fenster eingeschlagen!«