Sagt Frau Mechthild: »Das kostet Geld.«
Sagt Herr Arnulf: »Ja, das weiß ich.«
Sagt Frau Mechthild: »Aber du hast keins.«
Sagt Herr Arnulf: »Ich werd’s schon kriegen.«
Sagt Frau Mechthild: »Und dein Wams, dein allerbestes, hat dreizehn Flicke.«
Sagt Herr Arnulf: »Schaff ich mir ein anderes.«
Sagt Frau Mechthild: »Und deine Hosen haben neunzehn Flicke, und deine güldene Halskette hast du verkauft, und deine Rüstung ist verbeult, daß Gott erbarm, und dein Barett ist neulich in den Brunnen gefallen.«
Schreit Herr Arnulf: »Hör’ auf, hör’ auf!«
Klagt Frau Mechthild: »Also kannst du nicht reiten.«
Brüllt Herr Arnulf: »Und ich muß doch reiten!« Ja ja, das sagte er. Herr Arnulf überlegte nun alle Tage: Wie komme ich in Glanz und Pracht an des Kaisers Hof? Denn mit dreizehn Flicken auf dem Wams und neunzehn auf den Hosen konnt’ er nicht reiten, das sah er ein.