Schreit der Graf: »Dreie, bei meiner Seel’!«

Also ritten dreie, Jörg, Hinz und Kunz. Zurück blieb nur der Damian, der war so dumm wie dick, so faul wie lang.

Na, und dann kamen sie an das Kloster von St. Kilian, und die frommen Mönche nahmen sie wohl auf. Die rüsteten ein Mahl, und dabei aß der Graf von Gehlingsberg einen Rehschlegel, sechs Rebhühner, sechzehn Krautklöße, eine Schweinspastete, einen gedünsteten Hecht, eine Schüssel gedämpften Kohl, drei Teller voll Backwerk und dreizehn« – »Besenmüller, das ist zu viel,« riefen die Kinder entrüstet, und Arne fügte keck hinzu: »Da wäre ihm ja der Bauch geplatzt.«

»Na ja, meinetwegen, wenn ihr’s ihm nicht gönnt, mag er weniger gegessen haben.« Besenmüller ließ sich nicht aus seiner Ruhe bringen, gemächlich fuhr er fort: »Aber plumpsatt war er, das steht nu mal feste. Kaum schnaufen konnt’ er. Ja ja, so war’s.

Der Graf müsse in ein pechdunkles Kämmerlein zu liegen kommen, riet der Schelm von Steinach, da könnte er sich gut ausschlafen.

Sagten die Mönche: »Soll uns wohl recht sein.«

Meinte Herr Arnulf: »Den Damian müßten sie dazu legen.«

Sagten die Mönche: »Ei freilich, der soll seinem Herrn aufwarten.« Sie führten denn nun den Grafen in ein fensterloses Kämmerlein, und weil sie mit brennenden Kienspänen leuchteten, merkte der es nicht. Und Damian merkte überhaupt nie etwas.

Der Graf von Gehlingsberg tat einen mächtigen Gähner, und plumps fiel er auf sein Lager und schlief. Damian tat einen noch lauteren Gähner, und er schlief schon, ehe er auf sein Lager kam.

Sagten die Mönche: »Unserem Gast wird nichts die Nachtruhe stören.«