Sagte Herr Arnulf: »Wäre auch schlimm. Wird der im Schlaf gestört, haut er um sich wie weiland St. Georg der Drachentöter.«

Die Mönche erschraken sehr und versprachen, nichts, auch nichts sollte ihren werten, vornehmen Gast stören.

Sagte Herr Arnulf: »Und verwahret seine Reisesäcke wohl. Ich muß mit dem Frühesten davonreiten.«

Sagten die Mönche: »Wir wollen tun, wie du es befohlen.«

Als das Morgenglöcklein läutete, ritt Herr Arnulf mit den Seinen von dannen. Seine Bettsäcke ließ er den Mönchen da, und er hieß seine Knechte des Grafen wohlgefüllte Truhen aufladen. Die Mönche meinten, so sei es richtig, und verwahrten die Bettsäcke in des Klosters reicher Schatzkammer. Also ritt Herr Arnulf, der Schelm von Steinach, geschwind hinweg. Der Graf von Gehlingsberg aber schlief zwölf Stunden, da drehte er sich das erste Mal um. Er tat seine Augen ein viertel auf, blinzte und dachte, ’s ist ja noch Nacht. Ja ja, das dachte er.

Darauf schlief der Graf wieder zwölf Stunden, drehte sich wieder um, tat seine Augen halb auf und dachte, ’s ist ja noch Nacht. Ja ja, das dachte er wieder.

Damian aber rührte sich nicht, tat seine Augen nicht auf, und denken tat er erst recht nichts.

Inzwischen langten die drei Knappen Hinz, Kunz und Jörg am Kloster St. Kilian an und begehrten, vor ihren Herrn geführt zu werden.

Sagten die Mönche: Nein, das ginge nicht, der müßte seine Ruhe haben.

Nun, die Knappen waren’s zufrieden. Der Bruder Küchenmeister wartete ihnen gut auf. Der Bruder Kellermeister schenkte ihnen manche Kanne Wein, da ließen sie sich’s wohl sein.